Entwicklung intelligenter Gegenstände – Von Studierenden für Studierende

Entwicklung intelligenter Gegenstände – Von Studierenden für Studierende

Fakultät

Abteilung für Allgemeine Informatik

Organisationseinheit

Bachelor, Master

Studienform

Förderprogramm / Auszeichnung

Format

01/2018 bis 12/2019

Förderzeitraum

In der Vorlesung „Internet der Dinge“ entwickeln die Studierenden in einem praktischen Projekt ein IoT-System („Internet of Things“) mit einem intelligenten Gegenstand. Hierfür stehen den Studierenden in einem Makerspace zum Beispiel 3D-Drucker, Lötausstattungen, Lasercutter und ein Mikroskop für Lötstellen zur Verfügung.

Intelligente Gegenstände gewinnen immer größere Bedeutung sowohl im Privatleben (Stichwort Smart Home), in der Industrie (Stichwort Industrie 4.0), als auch bei der privaten und öffentlichen Infrastruktur (Stichwort Smart Grid / Smart City). Unternehmen benötigen Informatiker*innen, die neben Kompetenzen bei der Entwicklung sicherer und zuverlässiger Softwaresysteme auch praktische Erfahrung mit den spezifischen Herausforderungen intelligenter Gegenstände haben. Studierende werden hierauf an der UDE aktuell noch nicht gut vorbereitet. Während notwendige (theoretische) Konzepte und Verfahren im Rahmen des Informatikstudiums umfassend vermittelt werden, fehlt die Möglichkeit, praktische Erfahrungen mit den Herausforderungen der Entwicklung intelligenter Gegenständen zu sammeln. In der Vorlesung „Internet der Dinge“ wird an diesem Punkt angesetzt und den Studierenden ermöglicht, eigene Ideen für intelligente Gegenstände zu entwickeln und praktisch umzusetzen.

In der Vorlesung „Internet der Dinge“ war es Aufgabe der Studierenden, im Rahmen eines vorlesungsbegleitenden Praxisprojekts zu dritt selbst eigene intelligente Gegenstände zu entwickeln und praktisch zu bauen. Hierfür stand den Studierenden im Labor eine umfassende Betreuung in jeder Phase des Entwicklungsprozesses zur Verfügung, die nach dem Prinzip von Studierenden für Studierende erfolgte. Eigens geschulte Hilfskräfte gaben den Studierenden bei praktisch auftretenden Problemen unmittelbar Hilfestellung. Dies reduzierte die Hemmschwelle der Studierenden, Neues auszuprobieren, da sie nicht fürchten mussten, durch Fehler ihren Studienerfolg zu gefährden. Zusätzlich wurden Kurse zu verschiedenen Themen (z.B. SMDLöten, Machine-to-Machine-Kommunikation) durchgeführt, an denen die Studierenden teilnehmen konnten. Ihre Ideen haben die Studierendengruppen dem Fachgebiet im Rahmen einer 10minütigen Präsentation vorgestellt, anschließend umgesetzt und ihr Ergebnis am Ende der Vorlesungszeit erneut präsentiert.

Die Motivation und der Lernerfolg der Studierenden konnte durch begleitende, praktische Entwicklungsaufgaben mit echten intelligenten Gegenständen stark erhöht werden. Gleichzeitig konnten Hemmschwellen und Ängste überwunden werden und die Studierenden fanden einen kreativeren und selbstbestimmteren Zugang zum Thema.

Zuletzt aktualisiert: Nov. 27, 2025

  • Prof. Dr. Gregor Schiele

    Fakultät für Informatik

    Abteilung für Allgemeine Informatik

    gregor.schiele@uni-due.de

    (0203) - 379 3620