Die Lehr-Lerninnovation zielt darauf, dass Studierende als zukünftige Lehrkräfte lernen, bewusste und begründete Entscheidungen über die Materialauswahl im Sachunterricht zu treffen. Dazu arbeiten sie vergleichend mit Originalen und 3D-gedruckten Reproduktionen.
Die Durchführung umfasste das Scannen von Fossilien im 3D-MakerSpace der Universität Duisburg-Essen, den die Studierenden besuchten. Die Reproduktionen wurden anschließend sowohl im MakerSpace mittels Filamentdruck (schulnahes Verfahren) als auch im Co-Creation Lab mit Polymeren/Harzen (eher industrielles Verfahren) hergestellt.

Der Vergleich dieser Verfahren macht deutliche Unterschiede in Farbgebung, Detailtreue, Haptik und Gewicht sichtbar und zeigt zugleich unterschiedliche Kostenstrukturen auf. Auf dieser Grundlage reflektieren die Studierenden den Mehrwert und die Grenzen von Reproduktionen sowie deren Eignung für den Unterricht.
Im Sinne des Making-Ansatzes entwickeln sie dabei erste Ideen für einen fachlich fundierten Einsatz von 3D-Druck im Unterricht. Zugleich wird deutlich, dass die Verfahren für schulische Kontexte unterschiedlich gut zugänglich sind. So entsteht ein reflektiertes Verständnis für das Spannungsfeld zwischen technischer Machbarkeit, didaktischem Nutzen und praktischer Umsetzbarkeit. Darüber hinaus wird der Mehrwert von Kooperationen zu den Labs für die Lehre und zu Schulmedienzentren und anderen Anbietern von Technologien für den Schulalltag aufgezeigt.