Das Projekt hat uns gezeigt, wie aufwendig die Entwicklung einer Lernergebnisorientierten Lehrveranstaltung ist. Es bedarf ein Einbeziehen verschiedener Akteure. Da es sich um eine neue Lehrveranstaltung handelt wurden die Studierenden des ersten Semesters, die diese Umstellung betraf, von Anfang an mit einbezogen. Auf der Seite der Dozierenden ist eine regelmäßige Schulung des ungewohnten Unterrichtskonzeptes notwendig. Aufgrund der Rotation der Semestergruppen durch die neun chirurgischen Fächer ist der Kurs von einer aufwendigen Vorbereitung der Räume (Gruppenplätze, Verteilen von IPads, Vorbereitung der Fallpräsentationen etc.) geprägt. Dies erfolgt in der Regel durch studentische Hilfskräfte.
Das Projekt wurde in einer Mixed-Method-Methode durch eine Fragebogenerhebung und mit Hilfe von Fokusgruppen Interviews nach einem halben Jahr evaluiert. Zusätzlich erfolgte die fakultätsinterne übliche Evaluation über EvaLuna. Der Fragebogen zeigte, neben einer hohen Zufriedenheit mit dem Kurs, dass das Format funktioniert hat. Die Studierenden bereiteten sich regelmäßig online vor und haben mit den Lernhilfen gearbeitet. Sie haben das Wissen im Kurs anwenden können und es herrschte eine hohe Aktivität in den Gruppen. Die Fokusgruppen-Interviews bestätigten, dass das Format zum Lernen motiviert hat, dass es das klinische Arbeiten beeinflusst hat und mutiger für Diskussionen am Arbeitsplatz gemacht hat. Der Kurs wird seitdem unverändert fortgesetzt und durchgehend sehr gut bewertet.