Den Kern des Projektes bilden die wöchentlichen Lerneinheiten in Moodle. Innerhalb einer Lerneinheit wurden jeweils eine kurze motivierende Videosequenz, eine interaktive Simulation und eine Rechenaufgabe miteinander verknüpft. Die in Javascript programmierten Simulationen lassen Parametervariationen durch die Nutzer*innen zu und veranschaulichen grundlegende dynamische Phänomene interaktiv. Für die Erstellung der personalisierten Rechenaufgaben wurde JACK eingesetzt. Für jede Aufgabe wurden typische Fehlerquellen vorab identifiziert und daran angepasstes Feedback gegeben. Die Studierenden können nach einer falschen Antwort die Visualisierung erneut nutzen, um ihre Antwort zu überdenken. Des Weiteren wurde das Themengebiet Menscheninduzierte Schwingungen als Inverted-Classroom-Modul konzipiert. Die bisher in einer 90-minütigen Präsenzvorlesung vermittelten Inhalte wurden didaktisch in kleinere Einheiten unterteilt und mit geeigneten digitalen Werkzeugen für das Selbststudium aufbereitet. Hierzu zählen kurze Lehrvideos, Folien mit Lücken und begleitende Texte. Durch die Auslagerung des Wissenserwerbs in die Selbstlernphase konnte der zeitliche Umfang der bereits zum Thema bestehenden Übung verdoppelt werden. Die Übung wurde ebenfalls derart umkonzipiert, dass Studierende sich sofort einer praxisnahen konkreten Entwurfsaufgabe widmen, bei der sie das im Selbststudium erworbene Wissen unmittelbar anwenden.
In einem zweiten Schritt wurden die für die Vorlesung Baudynamik entwickelten Konzepte auch den Studierenden der englischsprachigen Lehrveranstaltung Structural Dynamics, die sich inhaltlich nur wenig von Baudynamik unterscheidet, zugängig gemacht. Die internationale Teilnehmergruppe zeichnet sich durch heterogenes Vorwissen sowie durch kulturell bedingte Unterschiede im Lernverhalten aus.