Baudynamik: Umsetzung eines Blended-Learning-Konzepts


In aller Kürze

Im Projekt wurden die Lehrveranstaltungen Baudynamik (100 Studierende) und Structural Dynamics (50 Studierende) um Blended-Learning-Elemente ergänzt, um das Selbstlernverhalten der Studierenden zu fördern, das Verständnis theoretisch schwieriger Konzepte zu erleichtern und die Qualität der Lehre zu erhöhen. Hierfür wurden interaktive Selbstlerneinheiten entwickelt, Inverted-Classroom-Elemente konzipiert und umgesetzt sowie Vorlesungen mitgeschnitten und den Studierenden über Moodle zur Verfügung gestellt.

Blended Learning

Blended Learning (auch als Hybrides oder Integriertes Lernen bezeichnet) beschreibt die didaktische Verbindung der Mehrwerte von Präsenz- und Onlinephasen. Die Anzahl, Länge und Zielsetzung der Online- sowie Präsenzphasen variieren je nach Lehr- und Lernkonzept. Dabei werden (idealerweise) die Vorteile beider Lernformen genutzt: Vereinbarung von Studium, Beruf und privaten Verpflichtungen (z.B. Pflege von Angehörigen, Elternschaft etc.) durch zeit- und örtlich flexible Onlinephasen, Fokussierung auf vertiefende Diskussionen, Austausch und Zusammenarbeit in den Präsenzphasen oder Auslagerung von Input in das Selbststudium. Eine solche Flexibilisierung von Lehre eröffnet insbesondere für nicht-klassisch Studierende neue Formen des Lernens.

Weiterführendes Material:
Kerres, M. (2018). Mediendidaktik – Konzeption und Entwicklung digitaler Lernangebote (5. Aufl.). Berlin, Boston: Walter de Gruyter Verlag.

Inverted Classroom Modell

Beim Inverted Classroom oder auch Flipped Classroom handelt es sich um ein Modell, bei dem die Lernaktivitäten der Studierenden innerhalb und außerhalb der Veranstaltungsräume vertauscht werden. Während die Studierenden üblicherweise während der Präsenzzeit Inhalte vermittelt bekommen, die dann zuhause geübt werden, erfolgt beim Inverted Classroom die Erarbeitung der (häufig digitalen) Inhalte (z.B. Videos) im Selbststudium beispielsweise in Heimarbeit. In der Präsenzveranstaltung wird die Zeit dann zur gemeinsamen Vertiefung, für Nachfragen, zum Austausch, für Gruppenarbeiten und zur Diskussion genutzt. Den Studierenden wird so ermöglicht, Lerninhalte in ihrem eigenen Lerntempo nach ihrer eigenen Lernstrategie zu erarbeiten. Für die Lehrenden bietet der Inverted Classroom die Chance, Lehrveranstaltungen lernendenzentrierter und effektiver zu gestalten und auf Schwierigkeiten der Studierenden detaillierter eingehen zu können.

Weiterführendes Material:
Vorlesung verkehrt, aber richtig – Uni Marburg