WEBVTT

00:00:00.000 --> 00:00:08.733
(Hintergrundmusik)

00:00:08.733 --> 00:00:15.066
Meine Lehrveranstaltung ist die Übung zur Erstsemestervorlesung Programmieren; also ein sehr technisches Thema, 

00:00:15.066 --> 00:00:20.832
aber im Wesentlichen geht’s dabei um Algorithmen und das kennt jeder aus dem Alltag, zum Beispiel bei Kochrezepten; 

00:00:20.833 --> 00:00:26.599
also überall, wo eine relativ komplexe Aufgabe in gut handhabbare Einzelschritte runtergebrochen wird, 

00:00:26.600 --> 00:00:29.500
da kann man vom Algorithmus sprechen und damit haben wir uns beschäftigt.

00:00:29.500 --> 00:00:34.833
(Hintergrundmusik)

00:00:34.833 --> 00:00:41.599
Ich habe versucht etwas dann doch relativ abstraktes wie einen Algorithmus in Bewegungen, in Choreografie umzusetzen, 

00:00:41.600 --> 00:00:49.333
um da einen neuen Zugang zu ermöglichen, ums mit zwei Liedzeilen zu sagen, von „Das ist alles nur in meinem Kopf“ zu „Ich bin dabei“ 

00:00:49.333 --> 00:00:57.666
und das Faszinierende war für mich daran, wie man das räumliche Gedächtnis oder das Körpergedächtnis dafür nutzen kann und so 

00:00:57.666 --> 00:01:04.166
durch das eigene Tun, eine subjektive Perspektive auf den Algorithmus zu bekommen; also selber zu erleben, 

00:01:04.166 --> 00:01:06.499
ein Teil davon zu sein, könnt man sagen.

00:01:06.500 --> 00:01:11.900
(Hintergrundmusik)

00:01:11.900 --> 00:01:16.500
Das waren die vielen schönen Rückmeldungen, die Wertschätzung, die ich von den Teilnehmern erfahren hab, 

00:01:16.500 --> 00:01:24.066
persönlich oder auch per Mail am Ende des Semesters. Und natürlich auch jeden Freitagmorgen um acht 150 Teilnehmer im 

00:01:24.066 --> 00:01:31.666
Audimax zu haben, die auch hätten im Bett bleiben können und ja, die hab‘ ich dann auch gefragt: „Sie hätten im Bett bleiben können, 

00:01:31.666 --> 00:01:37.732
aber jetzt sind Sie hier, was sollten wir denn heute tun, damit sich’s für Sie gelohnt hat?“ und so haben wir dann auch die Stunden 

00:01:37.733 --> 00:01:39.733
teilweise aufgebaut. Das hat sich sehr bewährt.

00:01:39.733 --> 00:01:46.833
(Hintergrundmusik)

00:01:46.833 --> 00:01:54.933
Ich glaube, ich würde ziemlich viel tatsächlich nochmal so machen; was ich vielleicht anders machen würde ist, die Studierenden noch mehr 

00:01:54.933 --> 00:02:01.599
selber machen lassen, weil das ist so ein bisschen eine Falle, man möchte irgendwie gut erklären, es ist vielleicht auch wichtig, 

00:02:01.600 --> 00:02:04.066
aber manche Dinge versteht man erst dann richtig gut, 

00:02:04.066 --> 00:02:07.899
wenn man selber drauf kommt und dazu würde ich vielleicht noch mehr Gelegenheit geben.

00:02:07.900 --> 00:02:13.200
(Hintergrundmusik)

00:02:13.200 --> 00:02:20.400
Ich würde jedem wünschen, mit Neugier an so ein Projekt ranzugehen und Lernen wirklich als gemeinsamen Prozess, 

00:02:20.400 --> 00:02:28.600
gemeinsame Erfahrung zu begreifen, wo jeder sich dran weiterentwickeln kann und das macht aus meiner Sicht am meisten Spaß daran und 

00:02:28.600 --> 00:02:33.166
wenn man Spaß daran hat, dann wird das in aller Regel auch gut. So ist meine Erfahrung.

00:02:33.166 --> 00:02:41.732
(Hintergrundmusik)

