WEBVTT

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Unser Projekt richtet sich an Studierende, zunächst erst einmal im Studiengang Erwachsenenbildung, Weiterbildung. 

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Dieses Projekt soll Studierende auf einen Berufseinstieg vorbereiten: 

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in den Betrieben, in der Personalentwicklung, in Bildungsinstitutionen 

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und zwar soll es so vorbereiten, dass die Studierenden möglichst kreativ aktuelle Herausforderungen angehen können. 

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Faszinierend finde ich das Transferpotenzial des didaktischen Handlungsmodells, das wir entwickeln. 

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Also auf der einen Seite für die Studierenden selbst, 

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im Sinne von Handlungsfähigkeit auf der methodischen Ebene über den Berufseinstieg hinaus, 

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aber auch für uns Lehrende, das Konzept dann auch in unterschiedlichen Lehr-/Lernformaten umzusetzen, 

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in unterschiedlichen Kollaborationsformaten 

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und das Ganze dann im Idealfall sogar als Blueprint über die Hochschule hinaus auszurollen, 

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das finde ich sehr faszinierend. 

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Ich find sehr faszinierend, dass das Projekt ein Paradebeispiel für forschungsbasierte Lehre ist. 

00:01:17.200 --> 00:01:22.133
Heißt, wir haben sehr viele Fragen, wie funktionieren einzelne Toolsets, 

00:01:22.133 --> 00:01:23.899
wie funktioniert Design-Thinking, 

00:01:23.900 --> 00:01:27.900
wie kann man damit Kreativität, Innovation fördern 

00:01:27.900 --> 00:01:31.900
und dieses diese Forschungsfragen, 
die setzen wir hochschuldidaktisch um. 

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Und was wir eben sehen ist, dass es funktioniert 

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und dass wir die die Lehrenden uns weiterentwickeln, 

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dass wir die Lernenden also unsere Studierenden auch entsprechend weiterentwickeln.

00:01:48.633 --> 00:02:00.133
Der größte Erfolg aus meiner Sicht ist, dass die Studierenden tatsächlich sich viel empathischer mit einem Problem auseinandersetzen als sie 

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es ohne Methodik oder ohne ohne Nutzung der Denkwerkzeuge machen würden, so berichten sie es zumindest. Das heißt, es gibt wirklich 

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einen nachweislichen Effekt der Denkwerkzeuge auf die empathische Auseinandersetzung mit mit einem Problem 

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oder mit einem Nutzer und ich finde das deswegen oder würde das deswegen als Erfolg werten, weil es ja in unserem Konzept in erster 

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Linie um die Zielgruppe um die Zielgruppe der Bildungswissenschaftler geht und diese ja im Kern auch im Beruf sehr stark mit ja mit mit mit 

00:02:36.966 --> 00:02:45.299
dem Nutzer am Ende zu tun haben, also die die Konzeption von pädagogischen Maßnahmen, die sehr adressaten- und teilnehmerorientiert 

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sind, die erfordern ja auch eine gewisse Auseinandersetzung mit dem Nutzer selbst und dass wir dann zurückgemeldet bekommen, 

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dass die Methoden da wirklich ganz strukturiert auch anleiten und Impulse geben, sich immer wieder den User vorzustellen und auf ihn dann 

00:03:04.500 --> 00:03:10.200
ausgerichtet auch Prototypen zu entwickeln, das finde ich sehr wichtig und auch sehr erfolgreich in dem Fall.

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Erfolge werden in der Bildungswissenschaft ja häufig über Indikatoren bestimmt, also ist die Lernleistung besser, ist die Selbstwirksamkeit 

00:03:19.633 --> 00:03:27.099
besser, ist die Motivation höher und hier zeigen unsere ersten Befunde, dass wir hier überall ein Häkchen dransetzen können, dass das so ist, 

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das freut uns natürlich. Die Evaluation ist aber noch nicht beendet. Das heißt wir müssen ja auch nochmal ein bisschen bisschen abwarten. 

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Ein weiterer Erfolg ist aber glaube ich, dass wir es überhaupt geschafft haben, aus dieser irrsinnigen Vielzahl von Tools, die weltweit 

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existieren, solche Tools zu ja identifizieren, die man in der Hochschuldidaktik einsetzen kann und die dann eben dort auch zu diesen 

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positiven Effekten im Lernen führen.

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Also wir haben tatsächlich das Konzept anfänglich analog geplant und dann angepasst auf digitale Eignung hin. Das hat sich natürlich 

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ausgewirkt auch auf die finale Auswahl der Methoden und Denkwerkzeuge, die wir einsetzen, aber wir sehen das auch wirklich 

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mehr als Gewinn. Also durch durch die Umstellung auf digitale Lehre entwickeln ja auch die Studierenden weitere Kompetenzen, 

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die auch wichtige Schlüsselqualifikationen des 21. Jahrhunderts, so nennt man sie ja, darstellen, also zum Beispiel Technologyskills in 

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dem Fall, und das lohnt sich, weil wir auch sehen, dass die Studenten mit digitalen Plattformen im im konkreten Fall der Plattform 

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Mural als digitales Whiteboard sich sehr vertraut machen und auch richtige Profis mittlerweile darin sind und genau, dahingehend 

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erkenne ich das tatsächlich als Chance an, auch nochmal in Bezug auf die Skalierbarkeit des Konzepts über virtuelle Formate, da ist das 

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Potenzial einfach auch höher und genau, das hat uns zwar anfänglich vor Herausforderungen gestellt, aber am Ende haben wir es doch recht 

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optimistisch betrachtet. 

00:05:16.733 --> 00:05:25.633
Ja, ich war am Anfang tatsächlich skeptisch, inwieweit wir diese traditionelle Paperwork, die im Design-Thinking verankert ist, wie wir die 

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Zusammenarbeit, das das Teamgefüge, wie wir das digital umsetzen können. Das hat wunderbar funktioniert und zwar hat es sogar 

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so gut funktioniert, dass wir jetzt eben diese Dinge versuchen weiterzuentwickeln, auch im Hinblick auf unsere anderen 

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Forschungsprojekte. Wir haben sehr viel Zusammenarbeit, sehr viel digitale Zusammenarbeit im EU-Kontext beispielsweise 

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und versuchen hier dann diese Erkenntnisse, die wir in der Lehre gesammelt haben, umzusetzen auf die Projektsteuerung in diesem 

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Kontext.  

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Wir nehmen mit aus dem hybriden Semester, dass Kollaboration, Zusammenarbeit digital funktioniert, wenn man es anleitet. Wir nehmen 

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mit, dass wir, wenn wir die Aufgaben offen gestalten und den Studierenden Raum für ihre Kreativität lassen, dass wir belohnt werden von 

00:06:22.333 --> 00:06:32.733
wirklich guten Produkten, von wirklich guten Prototypen und wir nehmen mit, dass Digitalisierung unfassbar viel Vorbereitung 

00:06:32.733 --> 00:06:33.499
braucht.

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Keine Angst vor digitalen Tools zu haben. Man muss sich so ein bisschen drauf einlassen auf die digitalen Tools, man muss die Studierenden 

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auch anleiten, also sie gehen nicht ganz nativ mit diesen Dingen um, aber wenn, dann nutzen sie sie eifrig. Der zweite Tipp ist, dass man 

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wirklich Vertrauen haben sollte in die kreative Leistungsfähigkeit der Studierenden. Auch hier ist Anleitung wichtig, auch das Herauskitzeln ist 

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wichtig, aber dann wird man sehr stark belohnt, wenn man sieht, was für Produkte, was für Prototypen entstehen und mit welcher kreativen 

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Kraft die Studierenden das auch umsetzen. 

