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Das geht hier um eine Veranstaltung im Studiengang Nanoengineering in der Veranstaltung im dritten Semester, das ist ein 

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Grundlagenfach, die Nanotechnologie 1, die von allen Nanoengineering-Studenten gehört werden sollten. Und ich hab in der ich hab die 

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Veranstaltung umgestellt, von einer klassischen Vorlesung, Vorlesung mit Übung, in eine Inverted-Classroom-Veranstaltung, in der die 

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Studierenden sich dann zuhause die Vorlesung auf Video angeschaut haben und zuhause sich vorbereitet haben, anhand von Quizzen, 

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anhand von Beispielaufgaben und es wurden dann über Hausaufgaben auch jede Woche ein gewisser Fortschritt überprüft.

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Ja, das Faszinierende war, ich war eigentlich inspiriert von Geschichten über unseren Altrektor, der Professor Wolf. Professor Wolf 

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war Dozent für theoretische Elektrotechnik und der war berühmt dafür, dass er seine Vorlesungen immer auswendig gemacht hatte, 

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also ohne Notizen an der Tafel. Die ganze Herleitung der komplexe ja komplexe Gleichung. Das war so ein bisschen mein 

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Vorbild; ich wollte so ähnlich wie er, ich wollte weg gehen von den PowerPoint-Folien, also sehr viele Veranstaltungen haben heutzutage 

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vier-/fünfhundert PowerPoint-Folien, die dann schnell durchgerattert werden; das wollte ich nicht. Ich wollte die Vorlesung so gut im Kopf 

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haben, dass ich sie ohne Notizen an der Tafel machen konnte. Das war mein, das war eigentlich mein Bestreben. Zweite, zweites Ziel 

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war, dass ich, ich wollte mehr Studenten zum Üben bekommen, weil das machen von Übungsaufgaben ist mir sehr wichtig, auch um 

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die Klausur zu bestehen und ich hab eine Methode gesucht, um die Studierenden wieder an den Hausaufgaben zu bekommen. Und das 

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Faszinierende war, dass wir früher war das, hab ich das so gemacht, dass man vorrechnen musste, das heißt ein Studierender kam dann 

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nach vorne, der musste dann vorrechnen vor allen. Dieses Mal habe ich das dann so gemacht, ich hab gesagt okay, es gibt 

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Hausaugaben, Sie können die einreichen und ich werde nicht gucken, ob Sie die richtige Antwort haben, ich gucke nur, haben Sie die 

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Hausaufgabe eingereicht oder nicht und wenn man eingereicht hat, dann hat das schon ein paar Bonuspunkte geliefert. Und das war 

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erstaunlich, dass auf einmal haben ganz viele Studierende dann doch die Aufgabe eingereicht, natürlich war sie nicht immer 

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korrekt, aber auch wenn sie falsch war, sie haben wenigstens den Versuch, sie haben sich mit dem Stoff beschäftigt und damit hab ich sie, 

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dafür hab ich sie dann paar Bonuspunkte vergeben. 

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Größter Erfolg war, dass von den Studenten, die eingereicht, die die regelmäßig ihre Hausaufgaben eingereicht haben, dass fast 

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alle hatten eine Note besser 2,0. Das war für mich ja, fand das sehr schön. Wenn man sich auch die zeitliche Entwicklung der 

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Durchschnittsnote so anschaut, hier hier in dem Bild, dann sieht man über die Jahre, die Veranstaltung hat ne mittlere Note zwischen ja 

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zweieinhalb und etwas über drei. Als ich dann angefangen habe mit dieser Veranstaltung; ich hab das in 2019 vorbereitet, das war so ein, ja 

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ein Zwischending und in 2020 habe ich, hab ich es komplett über Inverted Classroom gemacht; da lag dann die Mittelnote bei 1,7, 

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also mehr als eine ganze, eine ganze Note besser als vorher.

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Es hat sich insofern ausgewirkt, ich wollte eigentlich nur die Vorlesungen verbessern, aber durch das hybride Semester habe ich 

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dann auch die Übungen komplett überarbeitet; ich musste das gesamte Material jetzt über Moodle zur Verfü zur Verfügung stellen und ich 

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hab das dann so gemacht, wie ich das kenne aus den Massive Open Online Courses, wo man sehr schönes Material immer bekommt mit 

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wo immer diese Schritte ganz klar ist, man macht erstmal dieses Video, dann dieses Video, dann macht man diese Aufgabe und so 

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weiter, das habe ich auch versucht. Hier sehen Sie vielleicht mal eingeblendet jetzt ein Beispiel, wie eine Woche aussieht für die für 

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die Studierenden, was sie an Material so bekommen; also verschiedene Videos, dann die zugehörigen Texte dazu, dann die Quizzen. 

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Quizzen waren wichtig, weil die als Multiple-Choice-Aufgabe auch in der Klausur wiederkehrten. Und dann die Aufgaben, ich 

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hab dann die, ich hab Beispielaufgaben mit Lösung gegeben und die Hausaufgabe haben sich daran orientiert, sodass die Studierende 

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sich dann immer diese Beispielaufgabe sich anschauen mussten, um die Hausaufgabe rechnen zu können. 

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Künftig will ich wieder die, ich will das Format so beibehalten mit dem mit dem Lernmaterial, aber die Übung und die Besprechung der 

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Hausaufgabe will ich dann wieder in Präsenz machen. Trotzdem überlege ich, diese Übung dann auch zu übertragen über Zoom, sodass 

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auch Studierende, die nicht in der Lage sind, die Veranstaltung zu besuchen, dass sie die dann auch von zuhause aus verfolgen können. 

00:06:39.633 --> 00:06:48.633
Ich würde versuchen, tatsächlich mal eine Vorlesung ohne PowerPoint-Folien zu machen. Das ist, da wird viel mehr hängen bleiben bei 

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den Studierenden. Besonders wenn man die Tafel benutzt und mit weniger Formel diese ganz gut erklärt, die Bilder selber an der Tafel 

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00:06:57.133 --> 00:07:07.266
erstellt, das ist pädagogisch, denke ich, viel wertvoller als so viel Bilder pro Sekunde zu zeigen. Ist natürlich aufwändig, 

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eine Inverted-Classroom-Veranstaltung vorzubereiten, aber ich denke, auf Dauer lohnt sich die Investition, die man einmal machen 

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muss, weil man hat dann im 

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Semester danach kann man sich viel mehr konzentrieren auf die, auf die Betreuung der Studenten, wenn es um Aufgaben geht. 

