WEBVTT

00:00:08.480 --> 00:00:10.560
In dem Projekt
geht es um eine Implementation

00:00:10.640 --> 00:00:14.440
eines Kurses eines Clinical Decision
Making Kurses in der Medizin.

00:00:14.960 --> 00:00:19.760
Die Studierenden lernen
in einer Inverted Classroom Methode,

00:00:20.120 --> 00:00:22.440
sich mit Wissen vorzubereiten
und dann im Kurs

00:00:22.520 --> 00:00:25.560
in der Teamdiskussion fallbasiert
ihr Wissen anzuwenden.

00:00:26.520 --> 00:00:30.560
Dieser Kurs ist ungewohnt
in der Medizin.

00:00:30.640 --> 00:00:32.480
Wir sind normalerweise eher so

00:00:32.520 --> 00:00:35.760
in der Wissensvermittlung unterwegs,
aber dieser Kurs ermöglicht

00:00:35.840 --> 00:00:38.800
wirklich eine Wissensanwendung
und das war auch die Motivation,

00:00:39.400 --> 00:00:41.520
dieses Projekt
in der Chirurgie umzusetzen.

00:00:47.280 --> 00:00:50.280
Das Faszinierende und Wichtige
an dem Projekt war für uns,

00:00:50.760 --> 00:00:53.760
dass die Studenten einen

00:00:54.120 --> 00:00:57.640
Einblick in Fallbeispiele bekommen
und selber Entscheidungen

00:00:57.720 --> 00:00:59.160
treffen müssen.

00:00:59.240 --> 00:01:02.240
Also das Clinical Decision Making
ist ja ein wichtiges Tool, um

00:01:03.240 --> 00:01:07.160
in der Ausbildung auf den
klinischen Alltag vorzubereiten.

00:01:07.520 --> 00:01:10.960
Und ich glaube,
das ist das Faszinierende am Ende,

00:01:11.040 --> 00:01:13.240
dass da tatsächlich
eine Nachhaltigkeit

00:01:13.320 --> 00:01:15.280
in der klinischen Entscheidung
entsteht.

00:01:15.360 --> 00:01:17.080
Das Faszinierende an dem Projekt

00:01:17.080 --> 00:01:20.400
ist eigentlich, dass es auch
in der Chirurgie funktionieren kann.

00:01:20.880 --> 00:01:25.720
Ich bin ziemlich erfreut gewesen,
dass mit einer guten Vorbereitung

00:01:26.120 --> 00:01:29.600
wirklich die Studierenden sehr
darauf eingegangen sind

00:01:30.280 --> 00:01:33.920
und auch die Dozierenden
nach einer gewissen Schulung

00:01:34.240 --> 00:01:36.200
das Konzept mitgetragen haben
und mir auch sehr

00:01:36.280 --> 00:01:40.200
die Rückmeldung gegeben haben,
dass sie das Konzept gut finden und

00:01:40.840 --> 00:01:43.200
die Studierenden
wirklich ins Diskutieren

00:01:43.280 --> 00:01:46.320
kommen, was sonst selten
in der Medizin passiert.

00:01:52.200 --> 00:01:53.240
Ich glaube, der größte

00:01:53.240 --> 00:01:58.120
Erfolg war, dass unsere Bewertungen,
unsere Evaluation der Studierenden

00:01:58.200 --> 00:02:03.920
selber sehr erfolgreich waren
und selber die Studierenden

00:02:04.760 --> 00:02:06.800
formulieren konnten, dass sie in dem

00:02:07.800 --> 00:02:10.680
geplanten Entscheidungsprozess
wirklich gestärkt wurden.

00:02:11.400 --> 00:02:14.520
Der größte Erfolg in dem Projekt
oder auch letztendlich

00:02:14.600 --> 00:02:15.800
in der Unterrichtsveranstaltung,

00:02:15.800 --> 00:02:19.720
die wir ja seitdem auch durchgehend
durchführen, ist eigentlich,

00:02:19.800 --> 00:02:22.960
dass die Studierenden,
auch wenn sie diesen Kurs

00:02:23.040 --> 00:02:25.760
zum Beispiel gar nicht mehr belegen
müssten, ihn freiwillig belegen.

00:02:26.760 --> 00:02:28.960
Und das ist für mich natürlich
ein großes Zeichen,

00:02:29.040 --> 00:02:30.120
dass wenn sich herumspricht,

00:02:30.120 --> 00:02:33.080
wie gut der Kurs funktioniert,
was man da mitnehmen kann,

00:02:34.480 --> 00:02:36.920
sich so durchgesetzt hat.

00:02:43.760 --> 00:02:45.880
Das hat sich natürlich
sehr dramatisch ausgewirkt.

00:02:45.960 --> 00:02:46.960
Der Kurs lebt davon,

00:02:46.960 --> 00:02:49.160
dass man in kleinen Gruppen
diskutiert,

00:02:49.440 --> 00:02:52.080
dass man klinische Entscheidungen
trifft,

00:02:52.560 --> 00:02:55.160
sich Gedanken macht,
gemeinsam Gedanken macht

00:02:55.560 --> 00:02:58.840
und dann mit den Studierenden
im Feedback zusammen

00:02:59.040 --> 00:03:01.360
diese Entscheidungen durchspricht,

00:03:01.440 --> 00:03:03.720
zu medizinischen
fallbasierten Fragestellungen.

00:03:04.080 --> 00:03:05.680
Und das ist natürlich in einem

00:03:05.760 --> 00:03:08.400
hybriden Format oder
insbesondere über Videokonferenzen

00:03:08.480 --> 00:03:09.440
nicht möglich gewesen.

00:03:09.480 --> 00:03:11.280
Wir haben das versucht,
ein bisschen aufzufangen,

00:03:11.280 --> 00:03:16.120
indem wir das im Großformat
in Videokonferenzen gemacht haben

00:03:16.200 --> 00:03:19.480
und dann sozusagen der Dozent
als Experte zur Verfügung steht.

00:03:19.560 --> 00:03:22.880
Die Studierenden den
Fall vorab bekommen haben.

00:03:23.880 --> 00:03:25.280
Aber es ist natürlich diese

00:03:25.280 --> 00:03:28.160
dieser Teamgedanke ist
dann total verloren gegangen.

00:03:35.560 --> 00:03:37.800
Beibehalten
würden wir auf jeden Fall das Format,

00:03:38.040 --> 00:03:40.080
denn die Rückmeldung der Studierenden
war sehr gut.

00:03:40.880 --> 00:03:44.800
Wir würden allerdings mehr Zeit
in die Vorbereitungsphase

00:03:44.880 --> 00:03:48.160
auch für die Dozierenden investieren
wollen, um einfach

00:03:49.280 --> 00:03:51.720
den Lehrer noch besser vorzubereiten.

00:03:57.440 --> 00:04:00.280
Das Wichtigste ist eine sehr,
sehr gute Vorbereitung.

00:04:00.360 --> 00:04:03.840
Man muss vorher wissen,
was hinterher bei rauskommen soll.

00:04:03.920 --> 00:04:07.000
Man muss die Lernziele
ganz klar vorher definieren.

00:04:07.800 --> 00:04:09.720
Und das müssen nicht
nur die Studierenden wissen,

00:04:09.720 --> 00:04:11.640
sondern vor allen Dingen
auch die Dozierenden.

00:04:11.640 --> 00:04:15.320
Das ist in der Medizin zumindest
eine sehr ungewohnte Unterrichtsform,

00:04:15.600 --> 00:04:18.120
weil die Dozierenden
sich sehr zurückhalten müssen.

00:04:18.360 --> 00:04:20.400
Und sie müssen
sehr gut darin geschult werden.

00:04:20.480 --> 00:04:22.960
Und das muss von Anfang
an kommuniziert werden.
