WEBVTT

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Dieses Lehrforschungsprojekt Leben in Duisburg-Marxloh ist eine Fortsetzung von weiteren Lehrforschungsprojekten, die wir in

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den letzten drei Jahren durchgeführt haben. Zuerst haben wir das mit Fokus in Wirtschaft gelegt mit der Hochzeitsmeile, danach haben

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wir den Fokus auf die Medien und das Image von Marxloh und jetzt haben wir uns entschieden, wir legen den Fokus in der Vielfalt

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der Einwohner*innen in diesem Stadtteil und für uns war wichtig, dass wir das Projekt weiterführen und das Thema in unserem

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Curriculum und das ist im Master Soziologie tatsächlich verankern.

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Die Studierenden wählen ihre Themen selber, entwickeln sie selber vor dem Hintergrund von Literatur und ihren eigenen Erfahrungen und

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ihren eigenen Interessen und das Besondere an diesem Forschungsprojekt war, dass wir sowohl mit einem quantitativen als auch mit

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einem qualitativen Erhebungsansatz gearbeitet haben. Wir wollten, dass die Studierenden beides mal kennenlernen und dann auch in

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Austausch dazu kommen, welche Vorteile und Nachteile auch mit der jeweiligen Methode verbunden sind.

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Das Faszinierende ist, dass die Studierenden selbst ihr Thema wählen und das Forschungsprojekt dann ganz selbst auch

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entwickeln. Wir sind natürlich begleitend dabei, aber ein Studierender hat auch rückgemeldet, dass war so schön zu sehen, da war erstmal so

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gar nichts und dann zu sehen, wie sie selber Entscheidungen treffen, auch müssen, und sich daraus dann ein Forschungsprojekt

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entwickelt und das dann auch zu Ende geführt werden kann, das war eine faszinierende Erfahrung, von denen die Studierenden

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berichtet haben und die wir natürlich als Begleiterinnen des Projekts auch ganz großartig fanden.

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Und das ist auch faszinierend zu sehen, wie die Studenten sich entwickeln, wie sie von sehr überzeugt Forscherinnen kommen, sehr viele

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normative Erwartungen und mit der Zeit lernen sie mit Fehlern umzugehen und auch ein bisschen demütig mit der Gruppe zusammen

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zu arbeiten und sich also einfach entwickeln.

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Der größte Erfolg in diesem Projekt war, dass wir trotz Corona und trotz allen Schwierigkeiten das Projekt bis zum Ende durchführen konnten

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und immer noch in einer sehr hohen Qualität, die wir immer hatten.

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Die Studierenden und auch wir Lehrenden haben gelernt, mit all den Schwierigkeiten, die sich ja natürlich auf so einem Weg immer

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ergeben, umzugehen, und es war sehr schön zu sehen, wie lösungsorientiert die Studierenden da rangegangen sind und wir

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jetzt ganz tolle Forschungsberichte vorliegen haben.

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Unser Seminar begann gerade als Corona auch begann und insofern waren wir wie alle anderen Lehrenden und Studierenden auch mit

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diesen ganz großen neuen Herausforderungen konfrontiert und in einem Lehrforschungsprojekt, wo es darum geht, dass

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man im Austausch ist, dass die Studierenden untereinander sich austauschen, mit uns Lehrenden etwas entwickeln, war es besonders

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herausfordernd mit dieser neuen Situation umzugehen und für die Feldarbeit war es eigentlich auch unerlässlich, dass man nach

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Marxloh geht, dass man dort mit den Bewohner*innen auch spricht, dass man einen Eindruck bekommt von dem Ort dort. Insofern

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würde ich sagen, haben wir es alle ganz gut gemeistert, aber schöner wäre es gewesen, hätten wir es in Präsenz durchführen können.

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Und die Gruppendynamik war auch eine große Herausforderung in diesem hybriden Semester, weil die Studenten mussten sich absprechen

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und die hatten tatsächlich sehr viele Absprachen im digitalen Raum; sie meinten, sie hatten verschiedene WhatsApp-Gruppen

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für dieses Lehrforschungsprojekt und das war für uns natürlich auch eine Herausforderung in dieser Hinsicht die Gruppendynamik so zu

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entwickeln, dass die Studenten miteinander arbeiten und kooperieren wie wir es von ihnen erwarten.

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Für uns war sehr wichtig dieses Semester, das Ausprobieren von neuen Tools und das nehmen wir auf jeden Fall mit. Wir haben

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schon vorher zum Beispiel mit Sciebo gearbeitet, aber dieses Semester hatten wir die Möglichkeit, auch eine Online-Befragung zu

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durchzuführen und diese alternativen Tools, die wir jetzt fast verpflichtet wurden anzuwenden, haben natürlich unser Seminar sehr viel

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bereichert. Das nehmen wir auf jeden Fall mit.

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Ich nehme für mich zwei Erfahrungen mit. Zum einen: Präsenz lässt sich nicht ersetzen. Wir haben schöne digitale Tools genutzt und

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kennengelernt, die wir auch weiterhin nutzen werden, aber Präsenz ist doch unglaublich wichtig, gerade für so ein Lehrformat. Das

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Zweite ist aber, wir haben gelernt mit den Widrigkeiten umzugehen und Corona, die Pandemiesituation war diesmal die

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Herausforderung, aber so etwas begegnet einem ja auch immer wieder mal im Studium, im Leben insgesamt. Und da dann Lösungen

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zu finden, damit umgehen zu können. Das war eine, denke ich, eine ganz wichtige Erfahrung für uns alle, für die Lehrenden und die

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Studierenden.

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Als Tipp aus diesem Projekt nehmen wir den Vertrauen in die Studenten. Wir sollen auf jeden Fall vertrauen, dass die Student*innen

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Projekte durchführen können und sich dabei entwickeln werden. Und das ist das Wichtigste.

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Ich bin ja neu in das Projekt dazu gekommen und meine Erfahrung, die ich gerne weitergeben würde, ist einfach mal Neues mit

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den Studierenden ausprobieren. Es war uns gar nicht klar, ob es gelingen würde, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Marxlohs so in

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Kontakt zu kommen, gerade auch unter Pandemiebedingungen, aber wir haben es tatsächlich geschafft, im Rahmen dieser Online-

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Befragung über 260 Fragebögen zu sammeln, Daten von Menschen dort zu bekommen und jetzt Auswertungen machen zu können und

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insofern war das für die Studierenden ein ganz großes Erfolgserlebnis und dieses möglich zu machen und den Studierenden da insofern

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auch den Raum zu geben, diese Erfahrungen zu sammeln, das war eine tolle Erfahrung und insofern würde ich auch allen Kolleginnen und

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Kollegen einfach ermutigen, so etwas mal auszuprobieren.

