Situationale Lehr-Lern-Arrangements: Recht in der Weiterbildung


In aller Kürze

Bei der Lehrveranstaltung Recht in der Weiterbildung handelt es sich um ein neu konzipiertes Blended-Learning-Angebot mit Fokus auf rechtliche Grundlagen der Erwachsenenbildung. Basierend auf dem Konzept des Situative Learning werden die Studierenden aktiv in die Lernprozesse eingebunden. Die Studierenden arbeiten mit digitalen Werkzeugen und gestalten beispielsweise Erklärvideos oder Comics zu unterschiedlichen Inhalten. Die dadurch entstandenen Medien können in den nachfolgenden Semestern wiederum als Lernmaterialien in den Online-Kurs eingebunden werden, wodurch sich die Qualität sowie die Aktualität des Lernangebots stetig weiterentwickelt.

Blended Learning

Blended Learning (auch als Hybrides oder Integriertes Lernen bezeichnet) beschreibt die didaktische Verbindung der Mehrwerte von Präsenz- und Onlinephasen. Die Anzahl, Länge und Zielsetzung der Online- sowie Präsenzphasen variieren je nach Lehr- und Lernkonzept. Dabei werden (idealerweise) die Vorteile beider Lernformen genutzt: Vereinbarung von Studium, Beruf und privaten Verpflichtungen (z.B. Pflege von Angehörigen, Elternschaft etc.) durch zeit- und örtlich flexible Onlinephasen, Fokussierung auf vertiefende Diskussionen, Austausch und Zusammenarbeit in den Präsenzphasen oder Auslagerung von Input in das Selbststudium. Eine solche Flexibilisierung von Lehre eröffnet insbesondere für nicht-klassisch Studierende neue Formen des Lernens.

Weiterführendes Material:
Kerres, M. (2018). Mediendidaktik – Konzeption und Entwicklung digitaler Lernangebote (5. Aufl.). Berlin, Boston: Walter de Gruyter Verlag.

Situiertes Lernen

Situierte Lehr- und Lernansätze stellen den situativen Kontext, die authentische, praxisnahe Lernsituation in den Fokus des Lehr- und Lerngeschehens. Lernen erfolgt hierbei als aktiver Prozess im sozialen Austausch und kann nicht von der Lernsituation getrennt erfolgen. Es besteht beispielsweise ein Unterschied darin, ob Lernen alleine im Veranstaltungsraum erfolgt oder Studierende in Gruppen praxisorientierte Anwendungsprobleme erarbeiten. Im Mittelpunkt des situierten Lernens steht somit der aktive Lernprozess.