Integration digitalen Mikrolernens im projektorientierten Masterstudiengang „Angewandte Informatik – Systems Engineering“


In aller Kürze

Im Masterstudiengang Angewandte Informatik − Systems Engineering stellen Projektgruppen ein wichtiges Element der Ausbildung dar. Über clavis, eine mobile Mikrolernplattform, werden die Studierenden während ihrer Projektphasen unterstützt, indem sie on demand auf benötigte Inhalte in Form von kleinen, modularen Lerneinheiten zugreifen können. Clavis unterstützt somit die selbstgesteuerte Aneignung von Wissen und Schlüsselkompetenzen der Studierenden.

Mobile Learning

Der Begriff Mobile Learning (auch als M-Learning, mobiles Lernen bezeichnet) ist nicht eindeutig definiert, wird allgemein aber als Lehren und Lernen mit mobilen Endgeräten verstanden. Mobile Learning ermöglicht flexibles Lernen zu jeder Zeit von jedem Ort. Mobiles Lernen kann von Studierenden selbst initiiert erfolgen (z.B. indem diese eine Lern-App laden und nutzen), aber auch durch die Lehrpersonen inner- und außerhalb der universitären Lernorte gestaltet werden. Die Studierenden können beispielsweise während einer Lehrveranstaltung per App (z.B. PINGO) über Rechen-, Verständnisaufgaben oder Fragestellungen zu zuvor behandelten Inhalten abstimmen, während Exkursionen über mobile Lernumgebungen Inhalte abrufen, Informationen recherchieren, an der Praxis abgleichen und Beobachtungen dokumentieren oder mobile Endgeräte bzw. Apps als Tool nutzen, um digitale Produkte (z.B. Lernmaterialien) zu entwickeln.

Weiterführendes Material:
de Witt, C., & Gloerfeld, C. (Hrsg.). (2018). Handbuch Mobile Learning. Wiesbaden: Springer VS.

Projektbasiertes Lernen

Beim projektbasierten Lernen bearbeiten Studierende gruppenweise unterschiedliche praxisnahe und aktuelle Aufgabenstellungen oder Aufträge: von der Planung über die Durchführung und Dokumentation bis hin zur abschließenden Präsentation der Ergebnisse. Die Studierenden übernehmen dabei Verantwortung für ihre Lern- und Arbeitsprozesse. Sie legen Arbeitspakete fest, planen Meilensteine, erstellen Finanz- und Ressourcenpläne und tauschen sich regelmäßig mit ihren Auftraggeber*innen (i.d.R. den Lehrenden) aus. Projektbasiertes Lernen wird im Idealfall von den Lehrpersonen durch Reflexions- und Feedbackphasen begleitet, um den Kompetenzerwerb der Studierenden zu unterstützen. Vorteile des projektbasierten Lernens sind beispielsweise, dass nachhaltiges Lernen bei den Studierenden unterstützt wird, dass durch authentische Aufgabenstellungen das Interesse der Studierenden gefördert wird oder dass Studierende ihre Teamfähigkeiten ausbauen.

Weiterführendes Material:
Projektbasiertes Lernen – TH Köln

Mikrolernen

Beim Mikrolernen (microlearning) erfolgt Lernen in kleinen und kurzen Lerneinheiten oder Lernschritten mit definierten Lernzielen. Mikrolernen kann dabei u.a. digitalgestützt erfolgen, indem Lerneinheiten oder auch Testfragen per Tablet, Smartphone oder PC abgerufen und bearbeitet werden können. Mikrolerneinheiten sind im Idealfall so kurz gestaltet, dass Studierende sie ohne Unterbrechung absolvieren können und Interesse und Motivation aufrecht gehalten werden. Die Vorteile von Mikrolernen sind z.B., dass Studierende sich Inhalte orts- und zeitunabhängig in relativ kurzer Zeit erarbeiten und verinnerlichen können. Ein weiterer Vorteil bei der Nutzung von Mikrolerneinheiten kann in der Flexibilisierung der Lehrveranstaltung liegen, indem Studierende nur ausgewählte Lerneinheiten, je nach Lernfortschritt, erhalten.