Die Exkursion wird in eine durch Blended Learning gekennzeichnete Vor- und Nachbereitung eingebettet. Digitales Lernen ist deutlich präsenter als bisher, auch während der Exkursion. Vermittelt werden theoretische Modelle des Zusammenspiels von Raum, Medium und Subjekt, Praxisbeispiele der analog-digitalen Vernetzung von Lebenswelten sowie die Produktion eigener Lernumgebungen. Anwendung finden Methoden der Datenerhebung wie Mapping mit Tablets, GPS-Tracking, sprachlich gestütztes kognitives Kartieren, verschiedene Formen und Aufzeichnungsmodi von Interviews und visuelle Protokolle. Methoden der Dokumentation, Darstellung und didaktischen Aufbereitung sind Präsentationstools und -modi wie Story Maps, Prezi, H5P-Videos und analog-digitale Modelle (Mashup aus Hands-on Materialien und digitalen Inhalten) sowie Lernumgebungen wie Geocaching, virtuelle Exkursionen und Moodle, die in ihrem Mehrwert jeweils kritisch diskutiert werden. Im Vorfeld der Exkursion werden Kenntnisse in Medientheorie und Mediendidaktik, sozialwissenschaftlichen Raumtheorien und deren didaktischer Inwertsetzung im Rahmen zweier Präsenzsitzungen sowie im Literaturstudium erlangt und vertieft. Letzteres wird durch eine Lernplattform mit Studierenden-vernetzenden Arbeitsanregungen und -foren und Konsultationsangebote (auch über Adobe Connect) begleitet. In Kleingruppen findet anschließend eine Zuordnung zu einem von vier Themenschwerpunkten statt, zu denen in Tallinn und Riga jeweils Expert*innen kontaktiert und eigenständige Untersuchungen vor Ort durchgeführt werden. Aus diesen Daten entwickeln die Studierenden anschließend in iterativen, durch Feedback-Runden, Dozierenden- und Peer-Feedback geprägten Prozessen Bausteine für ein digitales Lernmodul für die Plattform digiLL. Hierbei werden sowohl fertige Bausteine als auch Zwischenstufen und Leistungen als Feedback-Geber*innen an vorher definierten, auf formulierte Kompetenzen bezogenen Kriterien zur Gesamtbewertung der Leistung eines*r einzelnen herangezogen.