Situationale Lehr-Lern-Arrangements. Recht in der Weiterbildung.

Situationale Lehr-Lern-Arrangements. Recht in der Weiterbildung.

Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften

Organisationseinheit

Master

Studienform

Förderprogramm / Auszeichnung

Format

01/2018 bis 12/2018

Förderzeitraum

Bei der Lehrveranstaltung Recht in der Weiterbildung handelt es sich um ein neu konzipiertes Blended-Learning-Angebot mit Fokus auf rechtliche Grundlagen der Erwachsenenbildung. Basierend auf dem Konzept des Situative Learning werden die Studierenden aktiv in die Lernprozesse eingebunden. Die Studierenden arbeiten mit digitalen Werkzeugen und gestalten beispielsweise Erklärvideos oder Comics zu unterschiedlichen Inhalten. Die dadurch entstandenen Medien können in den nachfolgenden Semestern wiederum als Lernmaterialien in den Online-Kurs eingebunden werden, wodurch sich die Qualität sowie die Aktualität des Lernangebots stetig weiterentwickelt.

Aspekte des Rechts, der Umgang mit Verordnungen und Gesetzesvorlagen im Bereich der Bildungswissenschaften stoßen erfahrungsgemäß bei den Studierenden auf ein eher geringes Interesse. Dabei sind die rechtlichen Rahmenbedingungen des Bildungssystems – und hier insbesondere auch die Nahtstellen zu zivilgesellschaftlichen und ökonomischen Kontexten – für ein erfolgreiches und kompetentes Handeln angehender Erwachsenenbildner*innen von hoher Relevanz. Mit dem Blended-Learning-Konzept sollen (a) motivationsfördernde Lernsettings implementiert werden, die niedrigschwellig einen Zugang zu den Rechtsgebieten der Erwachsenenbildung/Weiterbildung eröffnen und es werden (b) Reflexions- und Assessmentphasen konstruiert, die den Kompetenzerwerb anregen und nachhaltig fördern sollen.

Das Situative Learning ist das zentrale lerntheoretische Konzept der Lehrveranstaltung. Für die Lehrveranstaltung wurden authentische Lernszenarien entwickelt, die aufgrund ihres Realitätsgehalts und ihrer Relevanz dazu motivierten, neues Wissen zu erwerben. Die Studierenden haben sich zum Beispiel mit rechtlichen Aspekten von Honorarverträgen oder mit dem Einstieg in die Selbstständigkeit auseinandergesetzt und selbst eigene Inhalte (z.B. Bildschirmvideos oder Comics) für ihre Kommiliton*innen entwickelt. Um zu verhindern, dass neu erworbene Kenntnisse auf eine bestimmte Situation fixiert bleiben, konnten die Inhalte auf mehrere Kontexte übertragen und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Dies erfolgte über Rollenzuweisungen. Die Studierenden wurden aufgefordert, Positionen einer öffentlich finanzierten Weiterbildungseinrichtung sowie die individuellen Sichtweisen der Erwachsenenbildner einzunehmen und gegeneinander moderativ zu verteidigen. Durch den Einsatz der Online-Lernumgebung konnte kooperatives Lernen und Problemlösen in Gruppen ermöglicht werden.

Die Leistungen der Studierenden wurden durch das Blended-Learning-Konzept gesteigert. Die entwickelten Produkte der Studierenden zeigten, dass sich die Studierenden intensiv mit ihren Themen auseinandergesetzt haben. Für weitere Durchläufe würde es sich empfehlen im Vorfeld ein Seminar anzubieten, in dem sich die Studierenden die Grundlagen für den Umgang mit digitalen Werkzeugen und digitalen Methoden aneignen, um hierfür mehr Zeit für die spätere Entwicklung zu haben.

Zuletzt aktualisiert: Nov. 27, 2025

  • Prof. Dr. Esther Winther

    Fakultät für Bildungswissenschaften

    Institut für Berufs- und Weiterbildung

    esther.winther@uni-due.de

    (0201) - 183 6413