Zentrale Lern- und Erfahrungsgegenstände des Lehrforschungsprojekts
Die methodische Diversität innerhalb der soziologischen Forschung ist ein zentraler Lern- und Erfahrungsgegenstand des Lehrforschungsprojekts: Die Studierenden erweitern in der direkten Anwendung ihre Kenntnisse zu qualitativen und quantitativen Forschungsabläufen, Erhebungs- und Analyseverfahren. Sie lernen, welche Fragestellungen sich durch welche Verfahren (besser) erforschen lassen und werden durch die gemeinsame Bearbeitung im Seminar (mixed-method) für die Besonderheiten der jeweiligen Verfahren sensibilisiert.
Ein weiterer zentraler Lern- und Erfahrungsgegenstand ist die Bedeutung von migrationsbedingter, sprachlich-kultureller Diversität für die empirische Sozialforschung: Die Studierenden erarbeiten, wie mit diesen Herausforderungen umgegangen werden kann und wie Sozialforschung in diversen Kontexten möglich wird; auch indem Studierende ihre eigenen sprachlichen und kulturellen Kompetenzen in den Forschungs- und soziologischen Reflexionsprozess einbringen.
Acht Phasen des Projekts
Das Lehrforschungsprojekt Leben in Duisburg-Marxloh wurde in acht Phasen umgesetzt:
- Einstieg in das Thema, Recherche und Reflexion über das eigene Wissen, Vorstellungen und Vorurteile in Zusammenhang mit Duisburg-Marxloh
- Einstieg in die theoretische Debatte (Stand der Forschung, Konkretisierung der Forschungsthemen – Gruppe A: Multikultur; Gruppe B: Kriminalitätsfurcht, Definition der Fragestellung)
- Erstellung des Forschungsplans und der Forschungsinstrumente (Gruppe 1: Qualitatives Verfahren – Ethnographie; Gruppe 2: Quantitatives Verfahren – Online Survey)
- Datenerhebung und -aufbereitung (unter Corona-Bedingungen)
- Datenauswertung (u.a. Verknüpfung qualitativer und quantitativer Daten)
- Darstellung der Forschungsergebnisse
- Verfassen des Forschungsberichts
- Ergebnispräsentation auf der Abschlussveranstaltung für die Öffentlichkeit