Forschendes Lernen mit KinderundJugendmedien.de

Forschendes Lernen mit KinderundJugendmedien.de

Institut für Germanistik

Organisationseinheit

Bachelor, Lehramt

Studienform

Förderprogramm / Auszeichnung

Format

04/2020 bis 03/2021

Förderzeitraum

Im Projekt Forschendes Lernen mit KinderundJugendmedien.de führen die Studierenden in den Seminaren zur Exemplarischen Textanalyse (Modul Literatur II) im Bachelorstudiengang Sprachliche Grundbildung in der Lehramtsausbildung im Fach Deutsch für die Grundschule eigene Forschungen durch. Sie entwickeln nicht nur eine Fragestellung und bearbeiten diese, sondern veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse auch: Die Studierenden schreiben Beiträge für das wissenschaftliche Internetportal KinderundJugendmedien.de.

Forschendes Lernen umfasst idealerweise alle Phasen des Forschungsprozesses: von der Entwicklung einer Fragestellung bis hin zur Publikation der Forschungsergebnisse. Die Veröffentlichung der Ergebnisse studentischer Forschung bleibt jedoch oftmals aus. Dies mindert nicht nur das Entstehen von Forschungsinteresse bei Studierenden, auch Mechanismen des wissenschaftlichen Veröffentlichungsprozesses, insbesondere aktuelle Entwicklungen im Open Access Publishing, bleiben den Studierenden fremd. Hier setzt das Projekt Forschendes Lernen mit KinderundJugendmedien.de an: Den Studierenden wird die Möglichkeit gegeben, in zwei Seminaren des Moduls Literatur II, einen Beitrag für das wissenschaftliche Internetportal KinderundJugendmedien.de zu schreiben. Damit adressiert das Projekt nicht nur digitale Kompetenzen, sondern bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich mit Forschungstätigkeiten auseinanderzusetzen und diese zu erproben: Weiter stärkt es das Entstehen von Forschungsinteressen sowie Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens.

Der Beitrag für das Internetportal KinderundJugendmedien.de wird kollaborativ von den Studierenden in Kleingruppen erstellt: Die Gruppen schreiben, korrigieren und lektorieren ihren Text als Web Based Collaboration. Die Gruppenarbeit als soziale Lernform ermöglicht dabei ein gegenseitiges Lernen und führt in derartigen Lernumgebungen erfahrungsgemäß zu einem gesteigerten Lernerfolg. Die Möglichkeit, den Schreibprozess webbasiert zu verrichten, unterstützt die Gruppenarbeit aufgrund ihrer Orts- und Zeitunabhängigkeit. Die Kleingruppen werden – zusätzlich zu der inhaltlichen Betreuung durch die Dozierenden – durch zwei studentische Schreibcoaches bei Fragen zum wissenschaftlichen Arbeiten, Schreiben und Veröffentlichen unterstützt. Diese begleiten den virtuellen Lernprozess, indem sie die Studierenden sowohl fachlich als auch technisch betreuen und die Kommunikationsprozesse durch Initiierung von Foren oder Chats unterstützen. Zudem stellen die Studierenden ihre Schreibprojekte in der Lehrveranstaltung vor. Probleme und Fragen wie auch Erfolge werden im Seminar diskutiert und damit das Gemeinschaftsgefühl der Studierenden als Forschungsteam und deren Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben erweitert.

Die Studierenden haben mit großem Engagement an dem Projekt teilgenommen. Die Arbeit in Kleingruppen war ein willkommener Anlass, um sich intensiver über Seminarinhalte und eigene Forschungsinteressen auszutauschen, als es in Einzelarbeit möglich gewesen wäre. Die Zusammenarbeit mit den Schreibcoaches sowie den Redakteuren des Internetportals stellte zudem eine wertvolle Bereicherung dar, sie regte Diskussionen über fachspezifische Inhalte an und trainierte den Austausch mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die Studierenden wurden zu einem Teil der Scientific Community, wodurch eigene Forschungsinteressen motiviert wurden. Durch die Veröffentlichung ihrer Beiträge erfuhren die Studierenden eine spezifische Form wissenschaftlicher Wertschätzung ihrer Leistungen.

Zuletzt aktualisiert: Nov. 27, 2025

  • Melanie Trolley

    Fakultät für Geisteswissenschaften

    Institut für Germanistik

    melanie.trolley@kinderundjugendmedien.de

  • Prof. Dr. Tobias Kurwinkel

    Fakultät für Geisteswissenschaften

    Institut für Germanistik

    tobias.kurwinkel@uni-due.de