Im ersten Semester wurden zunächst Skripte für die Branching-Szenarien im Lehrteam der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie entwickelt. Es wurden drei typische Fallkonstellationen aus der Psychiatrie entwickelt, die für den Einsatz in einem Branching-Szenario umgesetzt werden sollten (Suizidalität, angespannter Patient mit Psychose, Angstpatientin in der Notaufnahme). Geplant war ein Entscheidungsbaum, bei dem im Kontakt mit dem Patienten/der Patientin bestimmte Fallstricke umgangen werden sollten. Nach Rücksprache mit dem Technischen Entwicklungsteam der Universität Bonn wurden diese dann auf zwei Wegen umgesetzt, die eine bessere Akzeptanz bei den Studierenden als eine reine Branching-Szenarien erwarten ließen: zum einen eine Umsetzung der entwickelten Fälle in Twine, einem Programm, in dem Branching-Szenarien umgesetzt werden können, sowie Videofälle, die mit H5P in Moodle bearbeitet und von Studierenden mit MC-Fragen, kleinen Kommentaren und Diagnoseabfragen versehen werden können. Für die Videofälle haben wir insgesamt 4 Videos mit Schauspielpatient*innen aufgenommen und exemplarisch je einen optimalen und einen suboptimalen Verlauf gedreht. Diese vier Videos wurden dann in H5P für den Einsatz in Moodle bearbeitet. Des Weiteren haben wir zwei Fälle in Twine vorbereitet, bei denen wir mit Bildern gearbeitet haben, die in Twine auf dem eigenen Rechner oder im Moodle-Programm eingebunden werden können. Insgesamt sind so sechs Medien entstanden, die die Studierenden zum Eigenstudium, eingebettet in die Lehre der Klinik, zu Hause nutzen können.